Poolsiegerin Emma Schütze hat nach Rang sieben doppelte Chance auf EM-Tickets

26. April 2026, A Coruna (ESP) – Ein siebter Platz, der gleich zwei EM-Tickets für Emma Schütze (+68 kg) bedeuten könnte – das ist das Ergebnis des letzten Series A-Events vor der Europameisterschaft ab 20. Mai in Frankfurt. Die Salzburgerin könnte sich – aufgrund der Verletzung von Lora Ziller – sowohl im Einzel, als auch mit der Mannschaft für ihre erste EM qualifiziert haben.

„Ich bin mit meiner Gruppenphase sehr zufrieden, dann passierten aber ein paar taktische Fehler“, bilanzierte Emma Schütze nach Rang sieben. Die Nr. 4 der U21-Weltrangliste startete mit einem 2:1 über die Engländerin Lydia Woollatt ins Turnier, fegte dann die Spanierin Sara Larra Pardo mit 5:1 von der Tatami und fixierte mit einem 6:4 über die Norwegerin Hannah Stubsjoen den Poolsieg. Im Viertelfinale folgte ein bitteres 0:8 gegen Jade Ozserttas (FRA) und im Kampf um das Ticket für das kleine Finale musste sich die 20-Jährige Selina Stamer nach einem 1:1 geschlagen geben. Die Deutsche machte den ersten Punkt und gewann durch Senshu. „Da agierte ich eindeutig zu unerfahren, aber daran werde ich beim EM-Camp auf Gran Canaria mit Teamchef Juan Luis Benitez Cardenes arbeiten“, analysierte Schütze nach ihrem besten Series A-Ergebnis. Das bisherige Karriere-Highlight bleibt aber die U21-Weltcup-Bronzene 2024 in Jesolo (ITA).

Aufgrund der Verletzung der Premier League-Neunten Lora Ziller wird das Sportkomitee Emma Schütze wohl nominieren. Neben den Fix-Starterinnen Hanna Devigili (-68 kg) und Lejla Topalovic (-61 kg) soll Emma ins Team rücken. „Bei der EM geht es um die WM-Qualifikation für China. Deshalb sollten wir die Chance nutzen“, meint Sportdirektor Christian Grüner vor der endgültigen Nominierung am Montag.

Foto: Karate Insights/Martin Kremser

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